News > Infos aus der Alpinen Szene - Frühling 2018

Paddeleien
Unser traditionelles Mittwochsgepaddel wird jeden Mittwochabend jeweils ab ca. Mitte März bis
ca. Mitte November durchgeführt. Es werden vorwiegend Bäche des Berner Oberlandes befahren.
(WW3 bis WW5)
An den Wochenenden werden nebst den Standartbächen die Spezialitäten unserer Region
und benachbarter Gebiete abgepaddelt. Die Infos erfolgen jeweils am Vortag via Internet und SMS.
Entsprechende Ausrüstung und Wildwassererfahrung sind Voraussetzung.

   Das Hochwasser vom 10.10.2011 hat bei den Berner Oberländer Bächen grobe Spuren hinterlassen.
   Die Kander, Kiene, Engstlige, Obere Aare und die Weisse Lütschine wurden zum Teil stark verändert.
   Die Bäche Kiene, Kander, Engstlige, Chirel, Fildrich, Simme und Weisse Lütschine wurden von der AKT 
   Sägertruppe herausgesägt, sie sind wieder durchgehend befahrbar.
   Die Veränderungen durch das Hochwasser, sind bei der Kander gravierend.
   Im Teilstück Blausee - Kraftwerk Kandergrund sind einige neue stufige Katarakte entstanden.
   Der Eingangskatarakt der Gefällstrecke unterhalb des Kaftwerks Kandergrund, ist nicht fahrbar.
   (Baumhindernis, Verklemmgefahr)
   Der untere Teil der Kander bei Kandergrund wurde weniger verändert und ist  normal paddelbar.

   Bei der Weissen Lütschine hat sich die Schlüsselpartie der 1. Waldschlucht verändert, angucken!
   Das Sandweidli Wehr, auf der Weissen Lütschine, wurde Durchs Schifffahrtsamt des Kt. Bern mit einem Fahrverbot belegt. Das Tosbecken des 6m Wehres ,
   ist stark ausgekolkt. Dies hat zu Folge, dass das Wasser in einem Siphon unter dem 2. Wehr     hindurch fliesst. Die erodierten Stellen werden nun mittels Stahlseilen und Felsbrocken provisorisch gesichert.
   Bei einer Befahrung besteht Lebensgefahr!! Es besteht ein Umbauprojekt, welches vorsieht, das Wehr zu einer Blockrampe umzubauen. Das  Projekt wird in voraussichtlich 1-2 Jahren realisiert werden. Umtragemöglichkeit beidseitig.   
   Die 2. Waldschlucht ist stufiger geworden, bei höheren Wasserständen bilden sich Rückläufe.
   Die Einbootstelle Louibach, beim Hotel Jungfrau - mitten in Lauterbrunnen, sollte nicht mehr
   benutzt werden. Es wurde ein sogenannter "Personenfänger" in den Kanal des Louibachs
   eingebaut. Dieser befindet sich ca. 20m oberhalb der Mündung des Louibachs in die Lütschine.

   Die Kiene bietet nach wie vor zwei Umtragestellen im oberen Bereich. Dieses Teilstück hat durch
   das Hochwasser gewonnen, einige Stellen sind besser zu befahren als vor dem Unwetter.
   Vor der zweiten Umtragestelle ist das Anhalten bei höheren Wasserständen schwieriger geworden.
   Im unteren Bereich, ab der  Fussgängerbrücke, sind einige Stellen schwieriger geworden! WW 4

   Die Engstlige ab Pochtenkessel ist durch das Hochwasser vom 24.07.2015, stufiger und etwas schwieriger geworden.
   Das Hochwasser hat 300m oberhalb Rohrbach, auf der Höhe des Strassentunnels, ein ca. 1,5m hohes Wehr freigelegt. Bei höheren Wasserständen rückläufig - Umtragemöglichkeit rechtsufrig.   
   Viel Schwemmholz und hereinhängendes Geäst auf   der ganzen Strecke, Fahrt auf Sicht!

   Die Obere Aare ist durchgehend
   befahrbar. Einige Veränderungen zwischen Boden und Urweid im Bereich des Strassentunnels.
  
   Die zweite Renaturierungsetappe der Simme zwischen Wimmis und Reutigen, ist abgeschlossen.
   Die Renaturierung hat für uns Paddler positive Auswirkungen.
   Der unfahrbare Blockwurf unterhalb des Reutigsteges wurde komplett entfernt und
   durch eine ca. 100m lange Blockrampe ersetzt.
   Das rückläufige Wehr, zwischen Reutigsteg und Simmemündung in Kander,
   wurde ebenfalls entfernt und durch eine problemlos befahrbare Blockrampe ersetzt.
   Die Strecke Wimmis - Einigen wurde durch dieses Renaturierungsprojekt um ca. 1,5km verlängert. 
   Einbootpunkt: Wimmis Brodhüsi, linksufrig.
   Ausbootpunkt: Einigen Fussgängerbrücke, linksufrig, markiert.

   Bachzustände sowie der aktuelle Stand der Sägearbeiten  sind unter  "Gewässerinfos"
   oder www.rivermap.ch abrufbar.
   Trotz unserer Bemühungen die Bäche von Holz zu befreien, können jederzeit neue
   Hindernisse auftreten.

   Bei der Warmen Sense, besteht zwischen Schwarzsee und Zollhaus ein neues Kleinkraftwerkprojekt.
   Nach einer Realisierung würde die einmalige Wehrstrecke noch trockener.
   Kanuverband, Fischer, WWF, Naturschutz sowie die lokalen Klubs, kämpfen gegen dieses Vorhaben.

   Bei der Areuse NE droht ebenfalls ein Kleinkraftwerkprojekt. Der oberste Teil der fahrbaren Strecke
   würde dadurch trockengelegt. Uebrigens, die Areuse ist für Paddler ganzjährig gesperrt.
   Nicht so für Fischer, diese dürfen von März bis September angeln. Das Paddelverbot wird kontrolliert!
   Fahrzeuge nicht beim Kraftwerk Boudry abstellen, unauffällig ausbooten, kein Französisch verstehen
   und sich mit niemandem auf Diskussionen einlassen - Lass dich nicht erwischen!!
 
   Die Pegel unserer Bäche wurden durch das Hochwasser vom 10.10.2011 ausgelöscht
   oder durch die Bachgrunderosion unbrauchbar gemacht.
   Wir haben nun neue Standorte gefunden und die Pegel neu gepinselt.

   Kiene
   Ein Strichlipegel befindet sich in Kiental, linksufrig unterhalb der Brücke bei der Seilbahnstation,
   ein zweiter Pegel, rechtsufrig, unterhalb der Fussgängerbrücke, in der Mitte der Schlucht und ein dritter
   Pegel rechtsufrig oberhalb der Strassenbrücke von Kien.

   Engstlige
   Pegel 1 befindet sich rechtsufrig, unterhalb der Einbootbrücke in Boden/Adelboden.
   Pegel 2 befindet sich linksufrig beim Einbootpunkt Pochten/Achseten.
   Pegel 3 befindet sich linksufrig oberhalb der Strassenbrücke in Frutigen.

   Chirel
   Pegel 1 befindet sich in Horboden, linksufrig oberhalb der Strassenbrücke nach Diemtigen.
   Pegel 2 befindet sich im Dorf Oey, unter der Strassenbrücke.


   Kanton Luzern
   Der Kanton Luzern verbietet per Verordnung generell das Befahren der Fliessgewässer auf dem
   Luzerner Kantonsgebiet. Die Schifffahrtsverordnung des Kt.Luzern wurde entsprechend angepasst.
   Das Verbot ist seit Januar 2011 in Kraft, es ist nicht bekannt, wie die neuen Bestimmungen
   umgesetzt werden.
   Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Beispiel Luzern auch in anderen Kantonen Schule machen wird.
   Die Gewässerkommission des Schweiz.Kanuverbandes hat sich der Sache angenommen und wird mit
   den betroffenen Sektionen nach Lösungen suchen.


   Aareschlucht   Innertkirchen - Meiringen
   Das Fahrverbotsschild oberhalb der Aareschlucht wurde nach Abschluss eines Brückenbaus vergessen.
   Das Verbotschild ist, gemäss Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kt Bern, gegenstandslos.
   Die Aareschlucht zu durchpaddeln, ist für uns Paddler gestattet.
   Die Wasserstände in der Aareschlucht können sich, wegen Schwall und Sunk Betrieb der Kraftwerke,
   innerhalb Minuten stark ändern. Unterspülungen mit verkeiltem Schwemmholz, machen
   eine Durchfahrt der Schlucht lebensgefährlich. Von einer Befahrung der Aareschlucht muss
   abgeraten werden!
 
  Auf der Simme unterhalb Boltigen, beim ehem. Sägewerk, ist ein Kleinkraftwerk geplant.
   Sollte dieses realisiert werden, würde eine Durchfahrt per Kanu oder Raft verunmöglicht.
   Die SKV Gewässerkommission, WWF und Fischerorganisationen werden sich der Sache
   annehmen und zu gegebener Zeit orientieren. 

   Einen guten Saisonstart wünscht, Tinu Zbinden.




Veröffentlicht:
am 26.03.2016
von Tinu Zbinden

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